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Montag, 3. November 2025

3. November 2025. Hammamet - Douz


Heute stand Geld und SIM-Karte besorgen als erstes auf dem Programm. Beim Bezug von tunesischen Dirham an einem Geldautomaten ist zu beachten, dass diese keine Debitkarte zu akzeptieren scheinen. Zum Glück habe ich aber eine altmodische Kreditkarte dabei und konnte so von der lokalen Währung beziehen. Mehr als 500 Dinar waren aber nicht möglich. Das entspricht etwa 160 Fr..


Die SIM-Karte kaufte ich bei der tunesischen Telekom und habe für diesen Monat rund 45 GB Daten zur Verfügung. Dazu kommt circa 1 Stunde Gespräch. Die Kosten für die SIM-Karte betragen drei Dirham, die Stunde Gespräch kostet zwei und die Daten haben mich 50 Dinar gekostet. Alles zusammen rund 17 Fr..


Das alles dauerte etwa 1 Stunde. Danach fuhren wir in Hammamet los Richtung Douz. Die Strecke zwischen den zwei Orten beträgt rund 500 km. Fast die ganze Strecke ist auf einer komfortablen Autobahn befahrbar. Das macht das Zurücklegen grössere Strecken sehr einfach, ist aber auch relativ langweilig.


Die Landschaft, durch die wir fuhren, war grösstenteils komplett flach und relativ trocken. Aber auf etwa 300 km fuhren wir an Olivenhainen entlang. Ich habe noch nie so viele Olivenbäume gesehen.


Im ersten Drittel der Strecke bemerkte Albrecht ein seltsames Geräusch beim Fahren, welchem wir nachzugehen versuchten. Die Vermutung ist, dass im Bereich des vorderen Kreuzgelenks des Kardan Antriebs, wo ein Schmiernippel sich scheinbar verabschiedet hat, ein Schmierproblem besteht. Wir werden dem morgen nachgehen und überlegen wie wir das Problem lösen können. Albrecht hat bereits eine Idee aber wir müssen es zuerst genau anschauen.


Von Gabès an der Ostküste wollte ich unbedingt die nördliche Route nach Douz nehmen, denn so kamen wir durch El Hamma. Der Name dieser sehr belebten, aber eher unscheinbaren Ortschaft ist den wenigsten Tunesiern bekannt, aber die meisten Schweizer kennen sie. 


Dr Sidi Abdel Assar vo El Hamma

Het mal am Morge früeh no im Pyjama

Ir Strass vor dr Moschee zwöi schöni Ouge gseh

Das isch dr Aafang worde vo sim Drama. 

...


(Mani Matter)


Ortseinfahrt in El Hamma

Leider kamen wir erst nach Sonnenuntergang in Douz an und suchten uns einen Campingplatz. In dieser Stadt am Rande der Sahara wollten wir die FENIX-Rallye sehen, bemerkten aber heute im Gespräch mit dem Campingplatz-Betreiber, dass die Rallye bereits morgen von hier weg fährt und wir ihr nicht mehr folgen können. Eigentlich war der Plan, den Betrieb und vielleicht ein paar vorbeifahrende Fahrzeuge während 2-3 Tagen zu beobachten. Das war eine Fehlplanung unsererseits.



Von Ahmet auf dem Campingplatz liessen wir uns ein Restaurant empfehlen, dass etwa 500 m entfernt liegt. Wir wurden sehr sympathisch bedient und bekamen ein super leckeres Essen aufgetischt. Vorspeise, Suppe und ein reichhaltiger Teller mit tunesischen Spezialitäten genossen wir in der angenehmen warmen Abend-Atmosphäre. 



Hier sind tagsüber kurze Hosen und T-Shirt angesagt, denn es ist für schweizerische Verhältnisse sommerlich warm. Das ist grossartig beim Gedanken dran, dass es in Basel kalt und nass ist. 

Während des Essens fuhren Dutzende Rallye-Fahrzeuge am Restaurant vorbei. Die getunten Autos, Lastwagen und Buggies sahen beeindruckend aus. Die meisten fuhren jedoch viel zu schnell durch die Ortschaft und machten einen Höllenlärm. 


Wir haben beschlossen, morgen um 6:00 Uhr aufzustehen, damit mir wenigstens die Abfahrt einiger Fahrzeuge verfolgen können.

Wie wir heute erfahren haben, darf man nur mit einem Guide in die Sahara fahren. Das Militär kontrolliert dies ganz genau und scheut nicht davor zurück, Widerhandelnde in der Wüste zu suchen und mit Nachdruck zur Rückkehr in die Zivilisation zu zwingen. Morgen bringen wir in Erfahrung, ob sich eine solche Tour organisieren lässt und ob wir uns das leisten können. 

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